Literatur

Paul Ott

Paul Lascaux

Ab Juli 2010 in jeder Buchhandlung!

ISBN: 978-3-8392-1087-1

230 Seiten, Euro 9.90 - SFr. 17.90

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AUF DEM SCHLACHTFELD In dem mittelalterlichen Städtchen Murten wird die entscheidende Schlacht der Burgunderkriege von 1476, als die Eidgenossen gegen das Heer Karls des Kühnen kämpften, für Filmaufnahmen nachgestellt. Mit von der Partie ist die Berner Detektei Müller & Himmel. Als nach einem turbulenten Drehtag ein Toter auf dem Schlachtfeld zurückbleibt, kommt wieder Bewegung in das Quartett um Heinrich Müller, dessen aktuelle Auftragslage nicht gerade rosig ist. Ein gestohlener Wandteppich, beunruhigende Kornkreise und dunkle Geschichten aus der Zeit der Hexenverfolgungen geben den Ermittlern jedoch immer neue Rätsel auf …

 

 

Über die bisherigen „Müller & Himmel“-Krimis:

 

„… ‚Salztränen’ ist ein kriminalistischer Leckerbissen.“

Tiroler Tageszeitung

 

„… Mit trockenem Humor gewürzt, ist der Krimi sehr spannend und kurzweilig.“

Alpenjournal

 

„… Originalität und Abschweifungen aller Art. So was liest man gerne!“

20 Minuten

 

„… Eine herrliche Lektüre für Touristen wie für Heimische!“

lesefieber.ch


 

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Aus dem Krimijournal:

Woraus besteht die sinnliche Qualität von Mehl? Wie beschreibt man den Geruch des frischen Teigs? Was unterscheidet ein gutes Brot vom Durchschnittsgebäck? Und was um Himmels willen hat das mit Krimi zu tun?

„Gnadenbrot“ ist der vierte Teil der kulinarischen Krimiserie mit dem Detektivpaar Heinrich Müller und Nicole Himmel. Die Handlung spielt jeweils in einer Region rund um die Schweizer Hauptstadt Bern. Nun also Recherchen in Murten, wo 1476 die entscheidende Schlacht der Eidgenossen gegen die Burgunder unter Karl dem Kühnen ausgetragen worden ist.

Ortsbesichtigung. Die Murtener behaupten ja, die Steinkugeln in ihrer Stadtmauer stammten von der damaligen Belagerung. Auch sonst hat sich im Städtchen nicht viel verändert. Selbst der Wehrgang innerhalb der Stadtmauern ist größtenteils noch begehbar, auf wackligen Holzbrettern über mittelalterlichen Dächern und mit Blick auf Hinterhofgärten.

Ich suche mir Schauplätze aus, eine steinerne Turmstube, ein namenloses Stadttor, eine heruntergekommene Kneipe. Ich spähe durch die Schießscharten auf den Bois Domingue, wo das Hauptquartier des burgundischen Herzogs stand, stelle mir seine Festzelte vor und die schützenden Feldschlangen im steilen Gelände, den Regen, der niederprasselt, und das Chaos von Truppen auf der Flucht. Es braucht viel Erfindungsgabe, dies alles zwischen modernen Wohnquartieren und dem lieblichen See zu erblicken, wohlgenährt mit dem besten Leberwurstbrot weit und breit und einem Glas Weißwein vom gegenüberliegenden Vully. Aber es wird ja kein historischer Krimi, also kann man zum Dessert ohne schlechtes Gewissen noch ein Stück Nidelkuchen genießen.

Wie viele kulinarische Höhenflüge habe ich bei meinen Recherchen erleben dürfen, wie viele Tiefschläge erlitten! Das Beste aus vielen Regionen hat Eingang in meine Texte gefunden. Und wenn die Leserinnen und Leser nach „Salztränen“ die Käsetheke aufsuchen und nach einem Stück gut gelagerten Emmentaler fragen, wenn sie während der Lektüre von „Wursthimmel“ das Fernweh nach St. Galler Kalbsbratwurst packt und sie nach „Feuerwasser“ mit einem Enzian den Schrecken aus den Gliedern scheuchen, dann werden Sie nach „Gnadenbrot“ nie mehr im Supermarkt vor dem Backwarengestell Halt machen, sondern sich einen Bäcker suchen, dem der Begriff „Handarbeit“ noch etwas bedeutet. Und trotzdem das Essen und Trinken vergessen, weil Sie unbedingt wissen wollen, was aus dem Stück vom „Tausendblumenteppich“ geworden ist, für das ein Mensch sterben musste.

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