Paul Lascaux

 

Arbeit am Skelett

 

Textausschnitt

 

"Plötzlich meldet sich das Organisationszentrum meines Gehirns und sagt mir, dass irgendwas nicht stimmt. Da sitzen sie nämlich alle an einem Haufen und pinseln an derselben Stelle um die Wette. Ich trete näher: in dem Moment müssen meine schlaftrunkenen Augen einen seltsamen Glanz bekommen haben, denn als sich Silvia zu mir umdreht, als hätte sie mich erst jetzt bemerkt, lächelt sie mich geheimnisvoll an und rutscht ein wenig zur Seite. Ich geh langsam in die Knie und schau mir den grinsenden Kiefer an, von dem der Professor eben ein wenig Staub bläst. Keiner sagt ein Wort, nur sind wir jetzt vier, die im Dreck rumpinseln."

 

 

Kritik

 

"Archäologen stossen bei Grabungsarbeiten in einem Haus der Berner Altstadt auf drei Skelette, wovon eines erst seit wenigen Jahrzehnten in der Erde liegen kann. Auf eigene Faust stellen sie Nachforschungen an. Alle Spuren jedoch führen scheinbar in die Irre, bis der Zufall den Hobby-Detektiven doch noch behilflich ist.

Der von Paul Lascaux in Ich-Form und mit viel Sinn für Ironie geschriebene Roman bringt dem Leser neben einer gehörigen Portion Spannung und Unterhaltung auch die Stadt Bern in Vergangenheit und Gegenwart näher."

(Der Beobachter)